Doch wo wir nicht sind,
ist Nacht.

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Es fehlt immer ein Stück. Es vergeht kein Tag an dem du mir nicht fehlst. Das ist seit 5 Jahren mein erstes Weihnachten ohne dich. Es sind die kleinen Dinge, die kurzen Nachrichten, die kurzen Antworten, stilles Verstehen. Komm zurück.
24.12.07 23:54


Wir kennen uns. Wir rechnen bei solchen Fällen immer mit dem Schlimmsten, wir rechnen nicht nur mit ihm, wir finden uns bereits mit ihm ab. Wir beginnen schon damit, verschiedene Szenarien, in denen es eintrifft, durchzudenken, zu akzeptieren. Wir denken immer weiter, an Jahre danach, in denen wir uns an diesen Schicksalsschlag erinnern, der keiner war, weil wir ja längst darauf vorbereitet waren. Schade, es ist viel gefühlsgeladener, wenn es einen unvorbereitet trifft, wenn man ehrliche Hoffnung hatte. Es ist kurz und intensiv und nicht lang und subtil.
Wenn es dann tatsächlich eintrifft, stehen wir da und wir nicken und sagen "Ja" und es ist leer. Es ist kein befreiender Schmerz, es wellt heran und ebbt wieder zurück, es lähmt uns im Kopf, aber nicht im Alltag. Wir machen trotzdem weiter, nicht wie die Menschen, die sich eine Auszeit nehmen, um "in sich zu gehen". Was sollten wir da auch machen? In uns ist nichts, außer dumpfer Schmerz, der hin und wieder pocht und hereingelassen werden möchte, insbesondere nachts. Wir weinen bei Dingen, die uns nicht betreffen, wir weinen beim Zähneputzen oder beim Anblick alter Menschen, die beim Wiedersehen ihrer verloren geglaubten Tochter nach 35 Jahren nur sagen "Ach Mensch, da isse ja". Wir weinen beim Tackern oder beim Kaffee kochen, immer nur vereinzelte, spärliche Tränen. Wir nehmen uns ein Taschentuch, wir lächeln unsere Mitmenschen an, wir verschwinden.

18 Tage. Nichts weiter. Du fehlst mir.
18.11.07 21:18


Ich habe kein gutes Gewissen mehr, wenn ich lache. Kann ich einfach so weitermachen, sicher, schließlich bin ich das, ich mache immer einfach so weiter. Heute wieder nicht. Ich lasse ihr Zeit. Sie ist mir entglitten. Ich habe mich auch nicht bemüht, sie zu halten. Es war ihr Wille zu entgleiten, also habe ich sie gelassen. Ich bin nicht schuldlos. Im Gegenteil. Es ist kein Schmerz, einfach nur das ständige Bewusstsein, dass sie leidet während ich weit weg bin und lache. Über Banalitäten.
25.10.07 00:09


Ich habe mich endlich ausgelacht für diesen kindlichen Versuch, der schon seit Tagen keine Früchte trägt, den ich aber immer wieder versuchen möchte, nur um am Ende sagen zu können, du warst nicht da - ich war da. Tagsüber bist du so gut wie weg und nachts kommst du wieder hervor, erinnerst mich an diese unerledigte Sache. Und in dem Moment könnte ich dir alles sagen, von Wut über Enttäuschung über Verzeihen über Ignorieren über Vortäuschen über schlichtes Lügen. Aber meistens ist es letztlich doch die Wahrheit, die ich dir schonend erkläre, um dir bloß kein Unrecht zu tun, um der Vergangenheit willen, meistens ist in meinem Kopf nichteinmal eine Antwort vorhergesehen, weil ich nicht weiß, wie du antworten würdest, weil du mir fremd geworden bist. Immer wieder nehme ich es mir vor, ich zähle nachts meine Gründe auf, sauer zu sein und hoffe, dass sie berechtigt sind, dass ich nicht zu viel verlange, und ich wage es doch nicht, sie auszusprechen, aber immerhin zu denken, aus Angst davor, dass danach nichts mehr wie vorher sein kann, wobei es das doch schon lange nicht mehr ist und ich den kläglichen Versuch einfach aufgeben sollte, etwas aufhalten zu wollen, was die Zeit unweigerlich vorantreibt.
Ich schätze, du fehlst mir. Und ich weiß nicht, wie ich es beginnen soll. Jetzt wieder kurz davor zu sein, und es doch nicht zu tun, auf Grund irgendwelcher banaler Ausflüchte. Vielleicht morgen. Die Angst ist größer, dass du auch dann nicht reagierst. Selbst wenn ich beginne.
19.9.07 19:15


summer in the city means cleavage cleavage cleavage


Ich schätze, es ist viel verlorengegangen. Die Sätze. Das aus dem Herz hinaus Fallen.
13.7.07 23:17


Ja, ich weiß, dass ich es nicht bin. Jedenfalls das nicht. Es wäre schön, mal so zu sein, aber es hat mir die Kehle zugedrückt. Das tut es oft. Es war stechend, wie kann eine richtige Antwort so sein. Es ist egal, nun ist es zu spät, hauptsache ich weiß, dass ich diese Antwort kannte. Im Grunde ist das nicht die Hauptsache, im Grunde ist die Hauptsache, dass die Verlorenheit zunimmt. Die Bemühungen sind überflüssig - Gesellschaftstauglichkeit ist ein treffendes Wort. Mir fehlen sie. All die kleinen Worte, so explizit und fein, die es früher immer so sehr getroffen haben. Die das ausgefüllt haben, was heute mit maßloser Indifferenz gefüllt ist.

Es ist viel zurückgeblieben auf der Straße, vieles zu dem ich mir den Zugang selbst versperrt habe. Es tut mir leid, ich bin es nicht, obwohl ich nicht immer zu schätzen weiß, was ich bin. Ich steuere darauf zu, ihm immer mehr zu gleichen. Das nimmt kein Ende. Kein gutes, gar keins.
15.6.07 20:35


Früher oder später fahren diese Frauen immer zu ihren Müttern aufs Land. Sie haben nur das Nötigste eingepackt - ein rascher, meist übereilter Aufbruch, anzusiedeln in jeder Jahreszeit. Trotzdem sind sie immer schön in ihrer völligen Aufgelöstheit: zerbrechlich, ungeschminkt, keinen Wert auf Auftreten gelegt, denn sie fahren ja zu ihren Müttern, sie fahren nach Hause. Ihre Haare hängen entweder lose herab oder sind unaufmerksam zu einem Zopf gebunden, aus dem bereits mehrere Strähnen gefallen sind. Früher oder später beginnen sie dann in ihrem Elternhaus zu weinen, entweder gleich beim Erblicken der vertrauten Person oder dieses Weinen wird durch Banalitäten ausgelöst. Alles deutet auf Flucht hin. Flucht zu der Mutter, die meist im Ruhestand ist, sich gerne um den Garten kümmert, Tee und Kuchen vorbereitet und letztlich der Inbegriff der Weisheit und Ausgeglichenheit ist. Dort bleiben sie einige Tage und erholen sich von den Problemen, die sie in ihrer selbstgewählten, von Autonomie regierten Welt haben. Ein Ruhepol, bei dem sie sich aufgelöst verstecken, den sie mit mehr Nüchternheit verlassen, der als Motiv immer existiert, dessen Muße aber kein Allheilmittel ist.
Wer hat es genommen?
28.3.07 16:11


"an anderes denken wir gar nicht"


Danke. Du weißt es vielleicht nicht, aber danke. Nehmen wir an, es wird so laufen. Und Kinder sind nicht geplant für das nächste Quartal. Und an anderes verschwenden wir keinen Gedanken. Kein "Was ist, wenn doch...". Gestrichen.
12.3.07 21:54


Nur knapp 11 Stunden liegen dazwischen. Es ist zum Lachen, tatsächlich nicht nur das hysterische, sondern auch das amüsierte. Und das passt jetzt überhaupt nicht mehr, das ist etwas für Menschen, die mittendrin sind, egal in welcher Weise, und nicht mitten im Anfang, beziehungsweise nicht einmal am richtigen Anfang, eher auf ~0,2. Es müsste absurd sein, aber da es inzwischen an Normalität und Gewohnheit gewonnen hat, ist es das nicht mehr.
Ich kann es niemandem übel nehmen, im Grunde würde ich mich nicht anders entscheiden. Vielleicht.

Wieso kann es nicht beim Lachen bleiben.
3.3.07 13:53


Sherlock Holmes vs Hitler

Ist es nicht erbärmlich, 6 nicht einmal volle Stunden einer Woche zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen. (Hier ein Punkt und kein Fragezeichen, denn hier bestimme Ich.) Sie entscheiden zu lassen, ob ich eine Woche als Gut empfinde, als erfolgreich gemeistert und nicht das bittere Gefühl des Versagens, des Nachlassens, des Scheiterns in meinem Magen herumschleppe, das mich langsam, überhaupt nicht langsam, aber dafür sicher krank macht.
Man erinnere sich an früher, als einem vor Weinen und Schreien die Äderchen unter den Augen geplatzt sind, so wie einem heute vor Weinen und Schreien die unsichtbaren Äderchen im ganzen Körper, im ganzen Geist, aufspringen. Zu keinem Nutzen, einfach um dem Druck nachzugeben. Es entströmt ja nicht einmal etwas, sie liegen einfach offen da und voranbringen können sie einen auch nicht. Vermutlich lassen sich nur selbst heilen, aber genug von der lästigen Selbstständigkeit des Menschen. Wenn ich das erneut hören muss, tut sich alles auf. Es sollte nicht so sein, um diese Uhrzeit dürfte ich nicht erleichtert sein. Ich müsste frei sein. Nicht nur um diese Uhrzeit. Aber wenigstens in 10 von 12 Stunden. Diese zwei letzten sind es ja nicht wert. Wäre mir nicht inzwischen alles zu viel wert.

Vana Gloria? Zwingend. Völlig unausweichlich. Selbst im (mit) Aufgeben nicht zu verhindern.
20.2.07 12:36


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