Doch wo wir nicht sind,
ist Nacht.

  Startseite
  Über...
  Archiv
  langue maternelle
  burn olbanum
  oil on canvas
  crooked sixpence
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   and the ornaments are
   in doubt: give
   here. in my head





http://myblog.de/quaithe

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wir kennen uns. Wir rechnen bei solchen Fällen immer mit dem Schlimmsten, wir rechnen nicht nur mit ihm, wir finden uns bereits mit ihm ab. Wir beginnen schon damit, verschiedene Szenarien, in denen es eintrifft, durchzudenken, zu akzeptieren. Wir denken immer weiter, an Jahre danach, in denen wir uns an diesen Schicksalsschlag erinnern, der keiner war, weil wir ja längst darauf vorbereitet waren. Schade, es ist viel gefühlsgeladener, wenn es einen unvorbereitet trifft, wenn man ehrliche Hoffnung hatte. Es ist kurz und intensiv und nicht lang und subtil.
Wenn es dann tatsächlich eintrifft, stehen wir da und wir nicken und sagen "Ja" und es ist leer. Es ist kein befreiender Schmerz, es wellt heran und ebbt wieder zurück, es lähmt uns im Kopf, aber nicht im Alltag. Wir machen trotzdem weiter, nicht wie die Menschen, die sich eine Auszeit nehmen, um "in sich zu gehen". Was sollten wir da auch machen? In uns ist nichts, außer dumpfer Schmerz, der hin und wieder pocht und hereingelassen werden möchte, insbesondere nachts. Wir weinen bei Dingen, die uns nicht betreffen, wir weinen beim Zähneputzen oder beim Anblick alter Menschen, die beim Wiedersehen ihrer verloren geglaubten Tochter nach 35 Jahren nur sagen "Ach Mensch, da isse ja". Wir weinen beim Tackern oder beim Kaffee kochen, immer nur vereinzelte, spärliche Tränen. Wir nehmen uns ein Taschentuch, wir lächeln unsere Mitmenschen an, wir verschwinden.

18 Tage. Nichts weiter. Du fehlst mir.
18.11.07 21:18





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung